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Kläranlage
 
So funktioniert die Kläranlage
Mechanische Klärung: Die der Kläranlage zufliessende Schmutzwassermenge wurde in den Regenbecken und der Vorentlastung bis auf 1000 l/s reduziert. In der neu erstellten Rechenanlage mit 20 mm Stabdistanz werden die groben und sperrigen Stoffe dem Abwasser entnommen und in einer Schneckenpresse volumen- und gewichtsmässig reduziert.

Der neue, belüftete Sand-Fettfang dient der Sand- und Kiesentnahme sowie der Vorbelüftung des Abwassers.

Die so aus dem Abwasser entfernten Stoffe werden in Transportmulden der Verbrennung bzw. Deponie zugeführt.

Die Vorklärbecken werden die absetzbaren Abwasserinhaltsstoffe zurückgehalten und mittels eines Räumers in die Schlammtrichter geschoben.

Der anfallende Primärschlamm wird periodisch abgezogen und in eine Strainpresse geführt, wo Grobstoffe entnommen werden, welche bei der anschliessenden Behandlung und Entsorgung stören.

Rohwasserpumpwerk: Im Rohwasserpumpwerk wird der zweifache Trockenwetteranfall des mechanisch gereinigten Abwassers (maximal 1000 l/s) gehoben und der biologischen Stufe zugeführt.

Durch den Einbau einer Drehzahlregulierung kann die Pumpenleistung dem effektiven Abwasserzufluss angepasst werden.

Biologische Klärung: Das mechanisch geklärte Abwasser, welches praktisch nur noch gelöste Schmutzstoffe enthält, wird im biologischen Anlageteil weiterbehandelt. In den Belüftungsbecken, die mit feinblasigen Tiefenbelüftungen ausgerüstet sind, werden mit Hilfe von Mikroorganismen die gelösten Schmutzstoffe abgebaut.

Ebenfalls wird hier der anfallende Ammoniumstickstoff in eine für die Oberflächengewässer unschädlichen Form umgewandelt (Nitrifikation).

Die Trennung des Belebtschlammes vom biologisch gereinigten Abwasser erfolgt in den Nachklärbecken.

Die biologische Klärung erfolgt in zwei getrennten Beckenblöcken. Die Aufteilung der dem alten (Süd) und dem neuen (Nord) Klärblock zufliessenden Abwassermenge erfolgt im Verhältnis des Belüftungsbeckenvolumens (40/60 %).

Der anfallende biologische Überschussschlamm wird in der Flotationsanlage eingedickt. Diese Anlagen konnten im alten Rechengebäude und in den Becken der alten Sandfanganlage eingebaut werden.

Chemische Reinigungsstufe: Gleichzeitig mit der biologischen Reinigung werden durch Zugabe einer Eisensalzlösung auch die Phosphate aus dem Abwasser ausgefällt. Für die Aufbereitung und Dosierung der Eisensalzlösung wurde eine Auflösestation eingerichtet. Die Ausfällung und Entnahme des Phosphatschlammes erfolgt im biologischen Anlageteil.

Schlammbehandlung: Die Schlammbehandlungsanlagen liegen ca. 300 m von den Reinigungsanlagen entfernt auf dem Areal der KVA. Der Primärschlamm aus den Vorklärbecken sowie der biologische Überschussschlamm aus der Flotationsanlage werden aus dem Mischschlammpumpensumpf in die Tagesbehälter der Schlammbehandlung gefördert. Anschliessend wird er im Vorfaulraum unter Ausschluss von Sauerstoff ausgefault. In den beiden Stapelräumen erfolgt die Nachfaulung des Faulschlammes. Anschliessend kann der Klärschlamm über die verbandseigene Schlammverbrennungsanlage entsorgt werden.

Für die Annahme von Frisch- und Faulschlamm aus anderen Kläranlagen wurde je eine Fremdschlammannahmestelle eingerichtet.

Das beim Faulprozess anfallende Methangas wird in erster Linie für die Schlammverbrennung verwendet und den Rest im Gasmotor. Mit der mechanischen Energie des Gasmotors wird direkt ein Turbo betrieben.

Weitere Anlagen: Im Maschinenhaus sind verschiedene Hilfsbetriebe wie Gebläsestation, Betriebswasseraufbereitung, Werkstätten für Maschinenunterhalt, Trafostation, Hoch- und Niederspannungsverteilung, Kommandozentrale und Labor untergebracht. Ebenfalls sind die Sozialräume für das Personal dort eingerichtet. Die einzelnen Anlageteile sind weitgehend mit unterirdischen Leitungsgängen untereinander verbunden.

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